Kontingent

Kontingentierung im BFD

Im Bundesfreiwilligendienst ist wie auch im Freiwilligen Sozialen Jahr die mögliche Anzahl der Freiwilligen durch die Höhe der zur Verfügung gestellten Finanzmittel des Bundes gedeckelt. Wir erhalten jährlich ein Kontingent an Einsatzmonaten, das wir bewirtschaften können und in der Folge steuern müssen. Das stellt jedoch in der Praxis kein Problem mehr dar. Da bundesweit über alle Formate der gesetzlichen Freiwilligendienste die Nachfrage mittlerweile leicht rückläufig ist, haben wir ausreichend Kontingent, um für jeden gewünschten (realistischen) Termin den BFD-Vereinbarungen zustimmen zu können.

Bei der Mehrzahl der BFD- und FSJ-Träger kann ein Freiwilligendienst nur zu bestimmten Terminen im Jahr (Meistens im dritten Quartal sowie ggf. ein oder zwei weitere Termine im ersten Quartal.) begonnen werden. Bei uns ist das anders. Um Freiwilligen und unseren Einsatzstellen ein größtmögliches Maß an Flexibilität bieten zu können, kann man bei uns ganzjährig jeden Monat zu jedem gewünschten Werktag mit dem BFD beginnen. Das macht die Planung für uns nicht gerade einfach. Schließlich müssen auch jeweils für die im BFD wie auch im FSJ vorgeschriebenen Seminare ausreichend Kapazitäten passend für die jeweilige Dienstzeit zur Verfügung gestellt werden. Aufgrund unserer Praxiserfahrungen sind die Seminargruppen für Freiwillige bis 26 Jahre und die Einzelseminare für Freiwillige ab 27 Jahren so geplant, dass wir in der Regel keine Probleme mit gewünschten Terminen für den Beginn des BFD haben. Wobei die Seminarkapazitäten wiederum so geplant sind, dass immer ein wenig Luft nach oben ist, um möglichst auch alle Wünsche auf Verlängerung des BFD realisieren zu können.

Den aktuellen Stand, wann der BFD in unseren Einsatzstellen derzeit frühestmöglich begonnen werden kann, finden Sie nachstehend.
Grundsätzliche Informationen zur Kontingentierung im BFD finden Sie übrigens auch in den Rubriken "Für Freiwillige" und "Für Einsatzstellen" jeweils in dem Abschnitt "Kontingentierung im BFD"

Möglicher Beginn des BFD:

Für Freiwillige bis 26 Jahre: Derzeit alle gewünschten Termine. Voraussetzung ist, dass uns die vollständige und sachlich richtige Vereinbarung mindestens fünf Wochen vor dem gewünschten Beginn vorliegt und die geplante Dauer des BFD mindestens 10 Monate beträgt. Kürzere Dienstzeiten als 10 Monate stimmen Sie bitte im Vorfeld mit uns ab, da wir bei kürzeren Dienstzeiten nicht in jedem Fall zu jedem gewünschten Beginn des BFD die erforderlichen Seminartage sicherstellen können.


Für Freiwillige ab 27 Jahre: Derzeit alle gewünschten Termine.
Voraussetzung ist, dass uns die vollständige und sachlich richtige Vereinbarung mindestens fünf Wochen vor dem gewünschten Beginn vorliegt.
Die geplante  Dauer des BFD sollte unter Berücksichtigung der Seminarstruktur in der Regel 12 Monate, ggf. auch acht Monate betragen. Kürzere oder davon abweichende Laufzeiten bitten wir vorab mit uns abzustimmen, da in solchen Fällen individuell geprüft werden muss, ob die erforderlichen Seminartage unsererseits sinnvoll realisiert werden könnten! Anders als bei Freiwilligen unter 27 Jahren kann bei den älteren Freiwilligen auch eine Dienstzeit von 16 oder 18 Monaten vereinbart werden. Bei einer Dauer von 18 Monaten kämen auf die Einsatzstelle die Selbstkosten für zwei nicht vom Bundesamt bezuschusste Seminartage zu.

Allgemeine Hinweise:
Falls Zeiträume bis zum möglichen Beginn des BFD überbrückt werden sollen, kann hierfür in der Regel ein bis zu dreimonatiges Orientierungspraktikums außerhalb des Mindestlohns vereinbart werden. Bei Bedarf steht hierfür in der Rubrik Download --> Arbeitshilfen / Kopiervorlagen ein Mustervertrag mit ergänzenden Hinweisen zur Verfügung.

Ausnahmen von der Vorlaufzeit von fünf Wochen sind möglich bei einem gewünschten Wechsel der BFD-Einsatzstelle, sofern sowohl die alte als auch die neue Einsatzstelle sich uns als BFD-Träger zugeordnet hat. In anderen Fällen gilt auch in diesem Fall die ganz normale Vorlaufzeit. Bitte sprechen Sie uns auf Fälle dieser Art im Einzelfall unbedingt vor Einreichung der BFD-Vereinbarung an. Übrigens, ein Merkblatt zum Thema "Wechsel der Einsatzstelle" finden Sie bei Bedarf in der Rubrik Download --> Merkblätter.

Verlängerung von BFD-Vereinbarungen

Verlängerungen von BFD-Vereinbarungen sind in der Regel ohne Probleme möglich. Mit einigen kleinen Einschränkungen.
Bei ursprünglich kürzeren Dienstzeiten als 12 Monate sind Verlängerungen auf 12 Monate oder mehr in der Regel nur möglich, wenn der Antrag vor dem ersten Seminar gestellt wird. Bei späteren Anträgen ist es in der Regel nicht mehr möglich, die gesetzlich vorgeschriebene Mindestanzahl an Seminartagen sicherzustellen.

Verlängerungen des BFD auf mehr als 12 Monate bedeuten, dass wir für jeden zusätzlichen Monat mindestens einen zusätzlichen Seminartag realisieren müssen. Für Freiwillige bis 26 Jahre sind daher Verlängerungen um fünf oder ggf. auch vier Monate möglich. Für Freiwillige ab 27 Jahren sind Verlängerungen um vier oder sechs Monate sinnvoll.
Da wir verständlicher Weise nur zu vollständigen Seminaren einladen vorsorglich der Hinweis, dass eventuelle Kosten für nicht vom Bundesamt bezuschusste Seminartage zu Lasten der Einsatzstelle gehen. Einzelheiten hierzu entnehmen Sie bitte bei Bedarf den ergänzenden Hinweisen zu dem "Antrag auf Verlängerung des BFD", den Sie im Download unter "Kopiervorlagen" finden.

Grundsätzlich zu beachten ist, dass uns Anträge auf Verlängerung mindestens vier Wochen vor dem regulären Ende des BFD vorliegen müssen. Bei kurzfristigen Anträgen spielt das Bundesamt nicht mit. Und dann gäbe es zumindest theoretisch ein echtes arbeitsrechtliches Problem, wenn Freiwillige ohne Zustimmung des Bundesamts über das reguläre Ende des BFD hinaus beschäftigt werden würden.

 

Stand: 27. September 2019