Für Freiwillige

Für Eilige

Wenn Sie schon bestens informiert und "nur" auf der Suche nach einer Einsatzstelle für den Bundesfreiwilligendienst sein sollten, dann können Sie sich mögliche Einsatzstellen aus unserer Datenbank unter "Stellensuche" selbst zusammenstellen und in aller Ruhe ansehen oder ausdrucken. Um grundsätzliche Infos zu Tätigkeiten und möglichen Einsatzbereichen zu erhalten, klicken Sie bitte in der Rubrik "Für Freiwillige" auf "Einsatzstellen und Tätigkeitsbereiche" oder ganz einfach auf den vorstehenden Link.

Allgemeine Infos zum BFD

Warum (Bundes)Freiwilligendienst?

Es mag viele Gründe geben, warum man sich für einen Freiwilligendienst interessiert. Vielleicht soll damit die Zeit bis zur Aufnahme einer Ausbildung oder eines Studiums sinnvoll überbrückt werden. Zumal sich in Bewerbungen der Nachweis über die Ableistung eines Freiwilligendienstes auch richtig gut macht. Aber vielleicht soll diese Zeit auch der Orientierung dienen, ob man sich eine berufliche Laufbahn im sozialen Bereich vorstellen kann. Für viele Zivildienstleistende, sozusagen der Vorgänger des Bundesfreiwilligendienstes, war ihre Zeit in einer sozialen Einrichtung genau das. Nicht wenige Zivildienstleistende haben sich wie auch zahlreiche Freiwillige nach dem Freiwilligen Sozialen Jahr nach dieser Zeit für eine Ausbildung / Tätigkeit im sozialen Bereich entschieden.

Konfuzius, chinesischer Philosoph
circa 551 vor Chr. bis 479 vor Chr.

 

Es gibt natürlich noch viele weitere mögliche Gründe, warum man sich für einen Freiwilligendienst entscheiden möchte. Wir freuen uns, dass Sie zunächst erst einmal grundsätzlich interessiert sind und etwas für sich selbst und in der Folge auch für andere tun wollen.

Übrigens, einen wirklich sehr guten Grund für einen Freiwilligendienst hat vor rund 2.500 Jahren bereits der chinesische Philosoph Konfuzius formuliert: "Was du mir sagst, das vergesse ich. Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich. Was du mich tun lässt, das verstehe ich." Und Verständnis dieser Art hat der BFD reichlich zu bieten.

Erfahrungsberichte von Freiwilligen

Am 01.07.2011 haben die ersten Freiwilligen mit dem BFD begonnen. An dieser Stelle möchten wir allen Interessierten den einen oder anderen Erfahrungsberichte aus der Praxis von ehemaligen Freiwilligen im BFD oder auch interessante Presseberichte zu Freiwilligen im BFD zur Verfügung stellen. Auch wenn wir damit nicht das ganze Spektrum der möglichen Einsatzfelder bei unseren über 500 möglichen Einsatzstellen abdecken können, möchten wir gerne ganz und gar ungeschönt Einblicke gewähren, wie Teilnehmer/innen ihren eigenen Freiwilligendienst selbst erlebt haben.
Wenn Sie "Ihren BFD" in einer der von uns betreuten Einsatzstellen ableisten sollten, dann würden wir uns freuen, wenn auch Sie sich vielleicht die Zeit nehmen und einen kleinen Bericht über Ihre Erfahrungen im BFD schreiben und uns zur Verfügung stellen würden. Bei Fragen oder wenn Sie uns einen Bericht zur Verfügung stellen möchten, stehe ich Ihnen gern zur Verfügung (Heino Wolf 0511/987 83-10, Heino.Wolf@paritaetischer-freiwillige.de ).

Berichte und Artikel aus und über den BFD:

Paulina Felicja Hadzijski, Wohnheim Von-Alten-Allee der Lebenshilfe Hannover gGmbH
Rena Feldmann, Kinderzentrum Pusteblume der Lebenshilfe Syke gGmbH, Twistringen

Sonja Müller, Ostfriesische Beschäftigungs- und Wohnstätten GmbH, Emden
Patrick Schliesio, Braunschweiger Aids-Hilfe
Karl Heinz Bauer, Mehrgenerationenhaus/Mütterzentrum, Braunschweig
Melanie, Nordsee-Werkstatt für Menschen mit Behinderung, Norden
Nikalina Zhangeldina, Landheim Tellkampfschule, Springe

Wer kann einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) leisten?

Genau wie im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) muss man mindestens 16 Jahre alt sein. Anders als im FSJ gibt es jedoch keine Altersbeschränkung nach oben hin. Auch Personen, die das 27. Lebensjahr bereits vollendet haben, können einen BFD leisten. Für diesen Personenkreis besteht sogar die Möglichkeit, den BFD in Teilzeit zu leisten. Die Wochenarbeitszeit muss mehr als 20 Stunden bis maximal Vollzeit betragen. Das wird individuell vereinbart. Eine durchaus interessante Alternative vielleicht auch um für sich selbst festzustellen, ob der soziale Bereich im weiteren Sinne nicht auch ein interessantes berufliches Betätigungsfeld sein könnte.Oder einfach auch "nur", um sich zu engagieren und auch damit etwas für sich selbst und für andere zu tun.
Übrigens, man muss nicht die deutsche Staatsangehörigkeit haben, um den BFD leisten zu können.

Wie lange dauert der BFD?

Der Gesetzgeber sagt, mindestens 6, maximal 18 Monate. In der Praxis werden bei uns derzeit im Rahmen der Kontingentierung, siehe nächsten Absatz, Vereinbarungen bis zu einer Dauer von maximal 12 Monate abgeschlossen.
Nur in sehr seltenen besonders begründeten Einzelfällen kann die Dauer auch bis zu 24 Monate betragen. Also genau wie auch im FSJ.
Eine Vertragsdauer von weniger als 18 Monaten kann auf einvernehmlichen Wunsch der/des Freiwilligen und der Einsatzstelle auch im nachhinein auf bis zu maximal 18 Monate verlängert werden. Und natürlich ist auch eine Kündigung des BFD möglich. Z. B. wenn man einen Studien-, Ausbildungs- oder Arbeitsplatz erhalten kann.

Wechsel der Einsatzstelle

Man hat sich eine BFD-Einsatzstelle ausgesucht und nach einiger Zeit stellt man fest, dass das wohl doch nicht so ganz das Richtige gewesen ist. Oder man möchte während der Zeit des BFD auch noch mal einen ganz anderen Bereich kennenlernen. Die Überlegung ist also, ob man die Einsatzstelle wechseln soll.
Grundsätzlich ist zu beachten, dass es rein rechtlich betrachtet einen Wechsel der Einsatzstelle nicht gibt! Jedes BFD-Verhältnis ist ein eigenständiges Rechtsverhältnis. Faktisch ist ein Wechsel jedoch grundsätzlich möglich. Hierbei gibt es folgendes zu beachten:
1. Bevor man einen "Wechsel" anstrebt, muss man natürlich eine neue Einsatzstelle haben. Und von heute auf morgen geht das auch nicht. Eine Vorlaufzeit von mindestens drei bis vier Wochen muss man einplanen.,
2. Zwischen dem alten und dem neuen BFD-Verhältnis darf keine zeitliche Lücke sein. Das heißt, das alte BFD-Verhältnis muss z. B. zum letzten Tag des Monats vorzugsweise aufgelöst oder ggf. gekündigt werden und ab dem ersten Tag des Folgemonats geht es bei der neuen Einsatzstelle weiter.

Unproblematisch ist das möglich, wenn sowohl die alte als auch die neue Einsatzstelle von uns betreut werden. In allen anderen Fällen kann es schwierig bis unmöglich werden. In der Rubrik Download --> Merkblätter steht ein ausführliches Info speziell zu diesem Thema zur Verfügung, in dem dies alles ausführlicher beschrieben wird.  Davon unabhängig empfehle ich dringend, sich bei einem Wunsch auf Wechsel der Einsatzstelle von uns telefonisch beraten zu lassen.

Kontingentierung im BFD

Die Zahl der möglichen Freiwilligen im BFD ist begrenzt durch die Höhe der Haushaltsmittel, die der Bund für die Zuschüsse im BFD zur Verfügung stellt. Als BFD-Träger haben wir die wenig schöne Aufgabe, darauf zu achten und darüber zu wachen, dass das uns zugestandene Kontingent nicht überschritten wird.
Was bedeutet das für die Praxis?
1.) Grundsätzlich kann der BFD in unserer Zuständigkeit jederzeit mit einer Vorlaufzeit von mindestens fünf Wochen begonnen werden. Bei Berücksichtigung dieser Frist kann für den Beginn jeder beliebige Werktag, nicht nur der Monatsbeginn, zwischen Ihnen und der Einsatzstelle vereinbart werden. Sollte jedoch zu dem gewünschten Termin das uns zur Verfügung stehende Kontingent bereits erreicht sein, schlagen wir vor abschließender Bearbeitung der BFD-Vereinbarung und Weitergabe an das Bundesamt einen Termin für den Beginn vor, der im Rahmen des Kontingents noch möglich ist. Nur wenn die/der Freiwillige und die Einsatzstelle mit diesem vorgeschlagenen Termin einverstanden sind, kann unsererseits die Vereinbarung/Vertrag an das Bundesamt weitergegeben werden.
2.) Grundsätzlich kann der BFD zwischen 6 und 18 Monaten dauern. Um möglichst vielen Interessierten die Aufnahme des BFD im Rahmen des Kontingents zu ermöglichen, werden derzeit nur Vereinbarungen mit einer maximalen Dienstzeit von 12 Monaten abgeschlossen.
3.) Bereits bestehende Vereinbarungen können grundsätzlich auf bis zu maximal 18 Monate verlängert werden. Aber auch Verlängerungen fallen in das Kontingent. Bis auf weiteres können daher Verlängerungen nur erfolgen, wenn andernfalls für die/den Freiwilligen eine persönliche Härte entstehen würde. Wobei der sehr verständliche Wunsch des Gelderwerbs keine Härte darstellt. Eine solche Härte kann z. B. sein, dass der BFD als Praktikum für eine Ausbildung genutzt werden soll und hierfür der Nachweis einer zwölfmonatigen Dienstzeiten erforderlich ist.
Anstelle einer Verlängerung des BFD können die Einsatzstellen für die Zeit nach dem BFD jedoch auch selbstverständlich einen Praktikumsvertrag oder ein Arbeitsverhältnis als Aushilfe anbieten.

 

Bundesfreiwilligendienst, Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder sonstige Freiwilligendienste?

Die Frage liegt nahe, wo denn bitte sehr der genaue Unterschied zwischen dem BFD und dem FSJ liegt. Grundsätzlich liegt der Unterschied darin, dass der BFD ein Freiwilligendienst des Bundes und das FSJ ein Freiwilligendienst der Länder ist. Beide Dienste, wie auch das FÖJ (Freiwilliges ökologische Jahr.) sind gesetzlich geregelte Freiwilligendienste. Die ebenfalls gesetzliche geregelte Vergütung als auch die ebenfalls gesetzlich geregelten Seminare sind im BFD und FSJ / FÖJ identisch. Anders also als bei Freiwilligendiensten, die von Einrichtungen quasi in Eigenregie angeboten werden könnten, aber nicht gesetzlich verankert ist. Diese Unterscheidung zwischen gesetzlich geregelten und nicht gesetzlich geregelten Formen eines Freiwilligendiensten kann z. B. dann interessant werden, wenn man während des Freiwilligendienstes z. B. einen Studienplatz erhält. Bei einem gesetzlich geregelten Freiwilligendienst könnte man, so man es denn will, den Freiwilligendienst erst beenden. Der Studienplatz würde nicht verloren gehen. Bei einem nicht gesetzlich geregelten Freiwilligendienst oder einem einfachen „Sozialen Praktikum“ wäre dies nicht der Fall.
Auch kann es bei einem nicht gesetzlichen Freiwilligendienst zu einem Verlust des Anspruchs auf Kindergeld kommen, wenn die zuständige Behörde diesen Freiwilligendienst als berufliche Tätigkeit und nicht als Freiwilligendienst einstuft. Was rein rechtlich auch nicht zu bemängeln ist, aber in der der Praxis von den jeweiligen Familienkassen sehr unterschiedlich gehandhabt wird. TIPP! Sofern grundsätzlich Anspruch auf Kindergeld bestehen würde, sollte man vor der Aufnahme eines nicht gesetzlich geregelten Freiwilligendienstes oder eines "Sozialpraktikums" mit der Familienkasse klären, ob der Anspruch auf Kindergeld weiter bestehen würde.

Wichtiger Unterschied zwischen BFD und FSJ

Das FSJ ist ein reiner Jugendfreiwilligendienst für Menschen zwischen dem 16. und 26. Lebensjahr. Hier gibt es einen großen Unterschied zum BFD. Man muss zwar auch das 16. Lebensjahr vollendet haben um den BFD beginnen zu können. Aber ansonsten gibt es nach oben hin keine Altersgrenze für den BFD. Freiwillige ab dem 27. Lebensjahr können den BFD auch in Teilzeit mit mehr als 20 Wochenstunden leisten. 

 

Grundsätzliche Infos für Freiwillige im Bundesfreiwilligendienstes im Paritätischen Niedersachsen

Freiwillige, die den Bundesfreiwilligendienst in einer von uns betreuten Einrichtung ableisten, sollten sich bei Fragen zunächst an die eigene Einsatzstelle wenden. Das ist der kürzeste und beste Weg. Kann Ihre Einsatzstelle Ihnen einmal nicht weiterhelfen oder gibt es unterschiedliche Meinungen oder Einschätzungen zu einer Sache, dann hilft ein Anruf bei uns in fast jedem Fall.

TIPP: Bei schriftlichen Anfragen, Anträgen etc. beachten Sie bitte im eigenen Interesse zur Vermeidung von Nachteilen und Verzögerungen, dass Sie diese immer über die Einrichtung, in der Sie den Bundesfreiwilligendienst leisten, einreichen sollten. Tun Sie das nicht, wären daraus eventuell resultierende Verzögerungen oder Nachteile ganz allein Ihr Problem. Das wäre schade. Der richtige Weg führt auch hier einfach schneller zum Ziel.

Unsere Aufgaben

Als regionale Zentralstelle und Träger für den Bundesfreiwilligendienst des Paritätischen Wohlfahrtsverband Niedersachsen e. V. sind wir die Ansprechpartner in Angelegenheiten des Bundesfreiwilligendienstes für Interessierte, die eine Einsatzstelle für den Bundesfreiwilligendienst in Niedersachsen suchen.
Und natürlich auch für diejenigen, die den Bundesfreiwilligendienst in einer der Mitgliedsorganisationen des Paritätischen (Ausgenommen Arbeiter Samariter Bund und Deutsches Jugendherbergswerk, die jeweils eigene Zentralstellen unterhalten.) oder in einer verbandseigenen Einrichtung in Niedersachsen ableisten.

Aber zu allen Fragen des Bundesfreiwilligendienstes sind wir natürlich auch für die in Niedersachsen gelegenen sozialen Einrichtungen, die selbst oder deren Träger Mitglied in einem der Landesverbände des Paritätischen sind, gerne da. 

Der Paritätische Wohlfahrtsverband, früher Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband, ist einer der sechs Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege. Wenn Sie unabhängig von dem Thema Bundesfreiwilligendienst mehr über den Paritätischen Wohlfahrtsverband Niedersachsen wissen wollen, dann klicken Sie doch einfach mal hier: www.paritaetischer.de .

Bundessprecher im BFD

Das Bundesfreiwilligendienstgesetz -BFDG- sieht vor, dass die Freiwilligen Sprecherinnen und Sprecher wählen, die ihre Interessen gegenüber den Einsatzstellen, Trägern, Zentralstellen und dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben vertreten. Die gewählten Sprecherinnen und Sprecher repräsentieren vor allem die Bundesfreiwilligendienstleistenden nach außen und vertreten ihre Interessen auch gegenüber dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA). D. h., sie sollen Ansprechpersonen für die Belange der Bundesfreiwilligendienstleistenden sein, ihre Probleme aufnehmen und im Bedarfsfall Hilfestellung leisten bzw. vermitteln sowie ihnen bekannte oder bekannt gewordene Missstände im BFD dem BMFSFJ oder dem BAFzA melden. Sie können außerdem Ideen und Verbesserungsvorschläge sammeln und einbringen und über best practice-Beispiele informieren. Gewählt werden bis zu sieben Sprecherinnen und Sprecher sowie bis zu sieben Stellvertreterinnen und Stellvertreter. Die Amtszeit dauert bis zur nächsten Wahl.

Die gewählten Sprecherinnen und Sprecher sind neben Vertretern der am Bundesfreiwilligendienst beteiligten Verbände, der Kirchen, der Länder und kommunalen Spitzenverbände und der Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände Mitglieder im "Beirat für den Bundesfreiwilligendienst". Der Beirat wiederum berät das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Fragen des Bundesfreiwilligendienstes.

An der Wahl zur Bundessprecherin und zum Bundessprecher kann teilnehmen, wer im Wählerverzeichnis registriert ist.  
Das Wählerverzeichnis ist das Verzeichnis der Freiwilligen, die sich während der Wahl im Dienst befinden und sich registriert haben.  
Auch Freiwillige, die zum Zeitpunkt der Wahl noch minderjährig sind, oder Freiwillige, die aus dem Ausland kommen, können unter den vorab genannten Voraussetzungen an der Wahl teilnehmen.

Übrigens, die Bundessprecher haben auch eine eigene Internetpräsenz und sind auch auf Facebook aktiv. Schauen Sie doch einfach mal unter www.bundessprecher.net . Ich finde, es lohnt sich.

Bundesfreiwilligendienst = Zivildienst?

Zum Abschluss dieser allgemeinen Informationen noch etwas grundsätzliches. Das ist natürlich völliger Quatsch, dass der BFD der Nachfolger des Zivildienstes ist! Auch wenn in den Medien immer wieder mal geschrieben worden ist, dass der BFD der Nachfolger des Zivildienstes wäre, hat der BFD mit dem früheren Zivildienst rein gar nichts mehr zu tun. Mit einer Ausnahme. Die Finanzmittel, die der Bund in der Vergangenheit für den Zivildienst aufgewandt hat, wurden zum nicht unerheblichen Teil nun für den BFD zur Verfügung gestellt. Der BFD ist also ein reiner Freiwilligendienst auf gesetzlicher Basis, so wie auch das Freiwillige Soziale Jahr, und kannn von Frauen und Männern ab dem 16. Lebensjahr geleistet werden.
Der Zivildienst jedoch war ein staatlicher Pflichtdienst, der anstelle des Grundwehrdienstes bei der Bundeswehr geleistet werden konnte.
Richtig ist jedoch, dass der Gesetzgeber sich erhofft, durch diesen neuen Freiwilligendienst zumindest zum Teil den Wegfall der Zivis ein wenig abmildern zu können. Darüber hinaus besteht im BFD nun auch für Menschen ab dem 27. Lebenjahr die Möglichkeit, einen gesetzlich geregelten und anerkannten Freiwilligendienst leisten zu können. Zivis mussten. Freiwillige können. Damit dürfte der Unterschied mehr als deutlich werden.