Kontingent

Kontingentierung im BFD

Im Bundesfreiwilligendienst ist wie auch im Freiwilligen Sozialen Jahr die mögliche Anzahl der Freiwilligen durch die Höhe der zur Verfügung gestellten Finanzmittel des Bundes gedeckelt. Wir erhalten jährlich ein Kontingent an Einsatzmonaten, das wir bewirtschaften können und in der Folge steuern müssen.
Bei der Mehrzahl der BFD- und FSJ-Träger kann ein Freiwilligendienst nur zu bestimmten Terminen im Jahr (Meistens im dritten Quartal sowie ggf. ein oder zwei weitere Termine im ersten Quartal.) begonnen werden. Bei uns ist das anders. Um Freiwilligen und unseren Einsatzstellen ein größtmögliches Maß an Flexibilität bieten zu können, kann man bei uns ganzjährig jeden Monat mit dem BFD beginnen. Das macht die Planung für uns nicht gerade einfach. Schließlich müssen auch jeweils für die im BFD wie auch im FSJ vorgeschriebenen Seminare ausreichend Kapazitäten passend für die jeweilige Dienstzeit zur Verfügung gestellt werden. Aus diesem Grund ist es zwingend erforderlich, dass wir uns für die einzelnen Monate des Jahres Höchstgrenzen an möglichen neuen Freiwilligen berechnen und vorgeben. Wobei die entsprechend dieser Vorgabe geplanten Seminarkapazitäten wiederum so geplant sind, dass immer ein wenig Luft nach oben ist, um die durch vorzeitige Beendigungen des BFD frei werdenden Monate auch tatsächlich so weit als möglich für neue Vereinbarungen nutzen zu können. Klingt kompliziert? Ist es auch.

Den aktuellen Stand, wann der BFD in unseren Einsatzstellen derzeit frühestmöglich begonnen werden kann, finden Sie nachstehend.
Grundsätzliche Informationen zur Kontingentierung im BFD finden Sie übrigens auch in den Rubriken "Für Freiwillige" und "Für Einsatzstellen" jeweils in dem Abschnitt "Kontingentierung im BFD"

Möglicher Beginn des BFD:

Für Freiwillige bis 26 Jahre: Alle gewünschten Termine entweder zum jeweiligen Monatsbeginn oder zum 16. des jeweiligen Monats möglich.  Andere gewünschte Anfangstermine bitte möglichst vorab abstimmen mit uns. Voraussetzung ist, dass uns die vollständige und sachlich richtige Vereinbarung mindestens fünf Wochen vor dem gewünschten Beginn vorliegt. Kürzere Dienstzeiten als 12 Monate sind im Rahmen der noch zur Verfügung stehenden Seminarkapazitäten erst wieder bei einem Beginn des BFD ab dem dritten Quartal 2017 möglich.
Für Vereinbarungen ab Juli mit einer gewünschten Laufzeit von weniger als 10 Monaten bitten wir den möglichen Anfangstermin möglichst vor Einreichung der BFD-Vereinbarung mit uns abzustimmen. Bei kurzen Laufzeiten ist die Seminarplanung häufig ein nicht unerhebliches Problem, da die zu planenden Seminare einerseits inhaltlich Sinn machen sollen und andererseits natürlich innerhalb der Dienstzeit des BFD liegen müssen.

Für Freiwillige ab 27 Jahre: Derzeit alle gewünschten Termine entweder zum jeweiligen Monatsbeginn oder zum 16. des jeweiligen Monats möglich. 
Andere gewünschte Anfangstermine bitte möglichst vorab abstimmen mit uns. Voraussetzung ist, dass uns die vollständige und sachlich richtige Vereinbarung mindestens fünf Wochen vor dem gewünschten Beginn vorliegt.
Die geplante  Dauer des BFD sollte unter Berücksichtigung der Seminarstruktur in der Regel 12 Monate, ggf. auch acht Monate betragen. Kürzere Laufzeiten bitten wir vorab mit uns abzustimmen!

Allgemeine Hinweise:
Falls Zeiträume bis zum möglichen Beginn des BFD überbrückt werden sollen, kann hierfür in der Regel ein bis zu dreimonatiges Orientierungspraktikums außerhalb des Mindestlohns vereinbart werden. Bei Bedarf steht hierfür in der Rubrik Download --> Arbeitshilfen / Kopiervorlagen ein Mustervertrag mit ergänzenden Hinweisen zur Verfügung.

Ausnahmen von der Vorlaufzeit von fünf Wochen sind möglich bei einem gewünschten Wechsel der BFD-Einsatzstelle, sofern sowohl die alte als auch die neue Einsatzstelle sich uns als BFD-Träger zugeordnet hat. In anderen Fällen gilt auch in diesem Fall die ganz normale Vorlaufzeit. Bitte sprechen Sie uns auf Fälle dieser Art im Einzelfall unbedingt vor Einreichung der BFD-Vereinbarung an. Übrigens, ein Merkblatt zum Thema "Wechsel der Einsatzstelle" finden Sie bei Bedarf in der Rubrik Download --> Merkblätter.

Stand: 11. April 2017


Verlängerung von BFD-Vereinbarungen

Verlängerungen von BFD-Vereinbarungen sind auch in diesem  Haushaltsjahr nach derzeitigem Stand nur in begründeten Ausnahmefällen möglich. Ausgenommen hiervon sind weiterhin ggf. nur Fälle, in denen auf einen dann 12monatigen BFD verlängert werden soll, damit der BFD für eine Ausbildung, Studium, Fachhochschulreife und entsprechendes anerkannt wird. Voraussetzung hierfür ist selbstverständlich, dass uns dies so rechtzeiig mitgeteilt wird, dass die zusätzlichen Seminartage geplant werden können. Verlängerungen des BFD auf über 12 Monate sollen nach wie vor nur erfolgen, wenn für die Freiwilligen eine besondere Härte gegeben ist, die nur durch die Verlängerung des BFD gemildert oder der nur auf diesem Weg abgeholfen werden könnte. Sprechen Sie uns ggf. im Einzelfall darauf an.
Ein Zusatzkontingent speziell für Verlängerungswünsche wird es nach Aussage des Bundesfamilienministeriums mehr nicht geben. Grund dafür ist, dass man aufgrund der Erfahrungswerte der Vergangenheit diese voraussichtlich nicht ausgeschöpften Monate gleich in das normale Kontingent eingebaut hat. Das ist die deutlich bessere Methode, weil somit für uns als BFD-Träger das zur Verfügung stehende Kontingent deutlich besser planbar ist. Das hat das Bundesamt richtig gut gemacht. Möge es bei dieser Handhabung bleiben.

Stand Kontingent 2017

Auch in 2017 können wir erneut mit einem Regelkontingent von circa 5.000 Freiwilligenmonaten arbeiten. Auf dieser Basis haben wir berechnet, was in 2017 auch unter Berücksichtigung der geplanten Seminarkapazitäten an Vereinbarungen für neue Freiwillige möglich sein wird.
Das Zusatzkontingent für den BFD mit Flüchtlingsbezug ist insgesamt in 2016 nicht einmal zu 50 % ausgeschöpft worden. Trotz großzügigster Auslegung. Leider führt das nicht dazu, dass der Bund das sogenannte Regelkontingent erhöht. Diese Finanzmittel werden in einem anderen Topf landen. Wir selbst haben in 2016 leider nur 27 Monate des Zusatzkontingents einsetzen können. Für 2017 haben wir daher "nur" ein sehr optimistisches Zusatzkontingent von 200 Monaten beantragt.


Ausblick auf das Kontingent 2018

Bei der aktuellen politischen Lage wäre auch für 2018 nicht mit spürbaren Änderungen bei dem Regelkontingent zu rechnen. Ob die anstehenden Wahlen daran etwas ändern werden, wer will das derzeit beurteilen?

Bis zum Jahr 2019 wird es keine großen Sprünge zwischen dem Beginn der Sommerferien in den einzelnen Jahren geben. In den Jahren 2020 und 2021 wird es wieder einen Sprung von zwei bzw. drei Wochen geben, was sich nach derzeitigem Stand wieder auf die Planungen und Möglichkeiten auswirken wird.
In den Jahren 2022 bis 2024 liegen die Ferientermine dann wieder günstiger für unsere Planungen. Aber, wie man in Hannover sagt, bis dahin fließt noch viel Wasser die Leine herunter.

Unabhängig davon wird es in den Freiwilligendiensten in 2020 spannend werden. Aufgrund des Wechsels von G 8 zu G9 legt im Schuljahr 2019/2020 kein regulärer Abiturjahrgang das Abitur ab. Ausgenommen hiervon sind Fachschulen. Etwas ein Viertel der Abiturient/-innen legt das Abitur ohnehin nach 13 Schuljahren ab. Hinzu kommen ca. 2.500 Wiederholer/innen. Sagt das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Aus meiner Sicht ist es unrealistisch, für 2020 nicht mit einem Einbruch in der Nachfrage zu rechnen. Aber ich werde mich gerne von der Praxis eines Besseren belehren lassen.